Die Ausstellung

Für den Diplomfotografiker Günter Bersch ist Fotografie die Passion seines Lebens.

Als Bildredakteur im Militärverlag der DDR und bei der Illustrierten "Für Dich" bebildert er das gewünschte positive Bild des Sozialismus. Doch für Bersch geht es immer um die Qualität seiner Fotos. "Die Phantasie macht Handwerk zu Kunst" notiert er in seinem Tagebuch. Er wird zu einem der wichtigsten Grenzgänger zwischen Bildjournalismus und der Künstlerischen Fotografie in der DDR. Das Suchen nach dem Eigentlichen, dem Kern unter der schillernden Oberfläche, das Davor und Danach wird sein Leitmotiv und prägt auch seine Arbeit als Freiberufler ab 1990. Fotos, die seinen Ansprüchen nicht genügen, werden vernichtet. Nur knapp 5000 Bilder bleiben in seinem Privatarchiv, die in dieser Ausstellung in einer Gesamtschau erstmalig zu sehen sind.

Die Ausstellung wurde gefördert durch die Bundesstiftung "Aufarbeitung der SED-Diktatur", die Sparkassenkulturstiftung und die Stiftung Ettersberg.